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Motion-Menü
Vorwort:
Wenn Sie sich die Frage stellen, was denn überhaupt ein MotionMenü ist, so können wir Ihnen sagen, dass Sie diese schon mehrfach gesehen haben. Denn nahe zu jede "Kauf-DVD" besitzt ein solches Menü. MotionMenü sind demnach nichts anderes als DVD-Menüs welche animierte, also bewegliche, Elemente oder gar Hintergründe besitzen. Um solche Menüs erschaffen zu können, benötigt Sie entweder ein (sehr) gutes Authoring-Programm, welches diese Aufgaben mit erledigt oder sind auf die Hilfe von Grafik-, Animations- oder Render-Tools angewiesen. Dass die meisten Tools jedoch ein wenig, wenn nicht sogar ein bisschen zu viel Geld kosten, dürfte wohl jedem PC-Nutzer klar sein. Aber zum Glück bestätigen Ausnahmen immer wieder die Regel! So kann man die Tools AVISynth, welches aus der DivX-Umwandlung (FrameServer) bekannt ist, TMPGEnc oder QuEnc auch prima für diese Zwecke nutzen. Wie erstelle ich Motion-Menü?Die hier vorgestellte Variante basiert, wie schon angedeute, auf der Nutzung von Freeware-Programmen. So kommen Sie mit einen bißchen Handarbeit und gutem Willen zu genau den selben Ergebnissen die z.B. durch integrierte MotionMenüFunktion von DVDlab ermöglicht werden. Im Gegensatz zu DVDlab jedoch ganz kostenlos!Das Erstellen des Menüs kann in 4 Arbeitschritte gegliedert werden, wobei der letzte Schritt vom den jeweilgen Authoring-Programm abhängt...
Vorbereitung:Downloaden und Installieren Sie die folgende Programme:
Erstellen eines Motion-Menü mit festem Hintergrund (Bild):1. Video und Bildmaterial vorbereiten
2. AVISynth-Script erstellen bzw. anpassenNun kommt die etwas aufwendigere und für manche PC-Anwender doch schon sehr komplizierte Erstellung des AVISynth-Scripts. Wie es der Name schon sagt, handelt es sich hier nich um das typische "Windows-Knöpfchen-gedrücke" sondern wirklich um eine Videobearbeitung auf Basis einer Scriptsprache. Das heißt für Sie, dass am Anfang zwar etwas mehr Arbeit aufgebracht werden muss, um ein Menü zu erstellen, jedoch das erstellte Script immer wieder mit nur leicht Angepassungen nutzen können. So dass sich die "einmalige" Erarbeitung eines Scriptes wirklich lohnt!
Um das Erklären des Quelltextes ein wenig überschichlicher zu gestalten, werden wir den Quelltext grau unterlegen und diesen anschließend erläutern. Zeilen die mit # beginnen, sind lediglich Kommentare und dienen der Überschaubarkeit des Quelltextes in der TXT-Datei bzw später der AVS-Datei...
# Einladen der Plugins
#******************************************************************* LoadPlugin("C:\Programme\Video\AviSynth2.5\plugins\MPEGdecoder.dll") # Das Plugin MPEGDEcoder.dll wird in AVISynth eingebunden, um das Einladen und Verarbeiten der MPEG2-Quelldateien, welche in dem vorherigen Schritten aus dem Film ausgeschnitten wurden, zu ermöglichen.
# Vorbereiten der Videos (Hintergrund und Szene)
#***************************************************************** Hintergrund = ImageSource("alyssa_milano.bmp", fps=25, end = 50) Diese Zeile bewirkt, dass das Hintergrundbild welches Sie im vorherigen Abschnitt auf die richtige Auflösung geresizet haben eingeladen wird. Die Otptionen fps=25 sagt aus, dass das Bild mit einer Framerate von 25 Bilder/Sec (üblicher PAL-Standard) verarbeitet wird. Weiterhin sehr wichtig ist die Option end = 50. Diese sagt aus, dass 50 Bilder für den Hintergrund und somit das Menü genommen werden. Diese Zahl muss unbedingt an die Dauer der geschnitten Szenen angepasst werden! Haben Sie zum Beispiel alle Filmszenen für das Menü mit 10Sec Länge erstellt, so müssen Sie hier für den Wert 250 bei end angeben. Denn 10 Sec * 25 Bilder/Sec = 250 ! Somit wird das Hintergrundbild genauso lange angezeigt und wieder holt, bis die erstellten Szenen abgelaufen sind. Wie nun leicht errechnen können haben wir bei unseren Test nur eine Filmszene von 2Sec einbaut und somit den Wert von 50 angeben...
Szene1 = mpegsource("D:\Record\szene1.mpv").BicubicResize(160,120)
Szene2 = mpegsource("D:\Record\szene2.mpv").BicubicResize(160,120) Szene3 = mpegsource("D:\Record\szene3.mpv").BicubicResize(160,120) Zwar haben die ausgeschnitten Filmszenen schon die gewünschte Länge ( üblich von 3 bis 15), jedoch sind sie von der Auflösung (z.B. 720X576) noch viel zu groß. Das man Filmszenen mit einer solch hohen Auflösung schlecht in ein Menü bekommt, welches selber eine maximale Auflösung von 720X576 hat, ist wohl jedem klar. Deswegen veranlassen die folgenden Zeilen, neben dem Einladen der Filmszenen auch das Resizen auf eine Größe von 160x120 Pixel.
# Verbinden des Hintergrunds und der Szenen
#************************************************************************************ # weitere hilfe zu Overlay http://www.avisynth.org/Overlay+Deutsch Hintergrund1 = Overlay(hintergrund, Szene1 ,x=100, y=100, mode="blend", opacity=0.7) Hintergrund2 = Overlay(hintergrund1, Szene2 ,x=300, y=250, mode="blend", opacity=0.7) Overlay(Hintergrund2, Szene3 ,x=500, y=400, mode="blend", opacity=0.7) Über die erste Zeile wird das Hintergrundbild mit der erste Szene verbunden, wobei die linke obere Ecke der Szene1 bei den Koordinaten X100 und Y100 positioniert wird. Die sich aufspannende Fläche wird durch die oben angegebenen Resize-Werte beeinflußt. So dass bei unserem Beispiel die Szene1 in den Koordinaten X100Y100 bis X260,Y220 dargestellt wird. Um nun die den schon mit der Szene1 verbundenen Hintergrund noch mit der Szene2 zu verbinden, wurde das "Video" Hintergrund+Szene1 auf die "Variable" Hintergrund1 zugewiesen. Der Hintergrund1 wird nun mit der Szene2 verbunden und auf die "Variable" Hintergrund2 zugewiesen, so dass nun der Hintergrund, die Szene1 und die Szene2 mit einander verbunden sind. Als letzten Schritt wird noch die dritte Szene mit eingebunden, womit auch dies erledigt wäre. Man kann sich diesen Vorgang wie eine normale Addition vorstellen, bei der viele kleine Puzzelstückchen durch "Addieren" das Gesamtbild ergeben. Natürlich müssen auch die Werte für die Koordinaten der Bilder verändert werden, da sich ansonsten überdecken würden. Die Werte haben wir uns so ausgesucht und können von Ihnen natürlich geändert werden. Die Otpion opacity=0.7 gibt die Deckungsgrad und der Mode "blend" die Arte des Overlay, also dem Überlagern der Bilder, an.
# Erstellen und Positionieren der Schriften
#*************************************************************************************************************** # weiter hilfe zu Subtitle http://www.avisynth.org/Subtitle+Deutsch Subtitle("Charmed", text_color=$2E6505, halo_color=$C4D7CB, font="Comic Sans MS", size=36, x=100, y=450) Subtitle("Zauberhafte Hexen", text_color=$2E6505, halo_color=$C4D7CB, font="Comic Sans MS", size=36, x=50, y=500) Subtitle("Start Serie 1", text_color=$2E6505, halo_color=$C4D7CB, font="Comic Sans MS", size=32, x=100, y=250) Subtitle("Start Serie 2", text_color=$2E6505, halo_color=$C4D7CB, font="Comic Sans MS", size=32, x=300, y=400) Subtitle("Start Serie 3", text_color=$2E6505, halo_color=$C4D7CB, font="Comic Sans MS", size=32, x=500, y=550) Wie leicht zu erraten ist, handelt es sich hierbei um das Einbringen der Schrift in das Motionmenü. Die ersten zwei Zeilen Stellen dabei die "Überschrift des DVDMenüs dar, während die letzten drei Zeilen die Kennzeichungen für die Szenen darstellen. Durch die Otpion text_color wird die Schriftfarbe und durch halo_text die Umrißfarbe der Schrift festgelegt. Beide Farben werden dabei, wie bei HTMl-Programmierung üblich, mit Hexadezimalzahlen angegeben. Über Font und Size wird die Schriftart udn die Schriftgröße festgelegt. Mehr Informationen zu den verwendeten Befehlen und Optionen finden Sie unter den im Script angegeben Links. Hier mit möchten wir auch den "AVISynth-Menschen" danken, denn ohne diese ausführliche Beschreibung, wäre es uns nur unter sehr viel Zeitaufwand gelungen, ein solchen Script zu erstellen. Nachdem alle Zeilen eingetippt oder das Script gesaugt und angepasst wurde, kann es gespeichert und anschließend in eine AVS-Datei umbenannt werden. Durch einen Doppelklich auf die *.AVS-Datei, wird diese im Standard-WindowsPlayer zum Beispiel WindowsMediaPlayer wiedergegeben und kann so auf die Korrektheit überprüft werden. 3. Rendern des Menüs
Hinweis:
Sie können auch mit AVISynth ein Motionmenü mit animierten Hintergrund und Filmszenen erstellen, dazu müssen an diesem Beispielscript nur kleine Änderungen erfolgen. Wenn Sie einen Hintergrund-Sound zu dem erstellten Motionmenü wünschen so ist auch dieses kein Problem, jedoch hat das nichts mit dem hier erstellten Menü sondern nur mit dem jeweiligen AuthoringProgramm zu tun. 4. Einbinden des Menüs in das Authoring-ProgrammNachdem das Menü mit TMPGEnc oder QuEnc gerendert wurde, kann das so erstellte Motionmenü zum Beispiel in DVDAuthor eingeladen werden. Dort müssen Sie nur noch die Schrift oder die Szenen als Button kennzeichnen und den normalen DVDAuhtoring-Vorgang, also das Erstellen von Kapiteln usw. durchführen.<< zurück zur Übersicht << |
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