Vorwort:
Fast jeder Haushalt besitzt noch einen Kabelanschluss, so dass wir natürlich auch diese Empfangsmöglichkeit mit ihren Vor- und Nachteilen hier etwas genauer betrachten und aufzeigen möchten.
Voraussetzungen:
Man benötigt für den digialen Kabel-Empfang eigentlich nicht viel, nur ein angemeldeten Kabelanschluss, einen digitalen Kabelempfänger (DVB-C Karte oder Receiver) und natürlich einen Kabelanbieter der auch digitale Sender in sein Kabelnetz einspeist.
Vor- und Nachteile von DVB-C:
Genau hier liegt das Problem bzw. der
Nachteil des Kabelempfangs. Denn die digitalen Sender die der Kabelanbieter bereitstellt, werden zur Zeit noch durch zwei Faktoren begrenzt:
- Erstens:
Die analogen Sender nehmen noch bis zu ihrer Abschaltung (ca. 2010) viel der verfügbaren Bandbreite des Kabelnetzes in Anspruch, wodurch nur "wenige" digitale Sender ins Kabelnetz eingespeist werden können.
- Zweitens:
Ein weiterer Grund für die geringe Anzahl an digitalen Sender, ist der Kabelanbieter an sich. Denn dieser hat in seinem Kabelnetz quasi ein Monopol, wodurch er so gut wie alleine entscheiden kann, welche Sender er in das Kabelnetz einspeist und kostenlos zur Verfügung stellt.
Dadurch sind im Gegensatz zu DVB-S in den meisten Kabelnetzen nur um die ca. 20-30 Sender kostenlos empfangbar. Die empfangbaren Sender bestehen meist aus den Öffentlich-Rechtlichen, also dem ZDF und ARD-Paket, und ein oder zwei Paketen der Privatsender z.B. Pro7 oder RTL-Paket. Weiterhin sind über das Kabelnetz je nach Anbieter die PAY-TV-Pakete von PremiereWorld und/oder z.B. KabelDeutschland erhältlich.
Der
Vorteil von DVB-C gegenüber analogem TV ist genauso wie bei den anderen Übertragungswegen (z.B. DVB-S, DVB-T) eine wesentlich bessere Bildqualität und zusätzliche Dienste wie zum Beispiel EPG, die "elektronische Fernsehzeitschrift". Aber dies ist noch nicht alles! Denn durch den Aufbau des Kabelnetz ist es sogar möglich, einen Rückkanal und somit eine Verbinung mit Internet aufzubauen. Natürlich muss auch dieser Dienst vom Kabelanbieter angeboten und freigeschaltet werden.
Welche Sender Sie empfangen und welche zusätzlichen Dienste Sie in Anspruch nehmen können, müssen Sie bei dem jeweilien Kabelanbieter in Erfahrung bringen.
Technische Details zu DVB-C:
| Modulation der Signale |
QAM (16, 32, 64 oder 256) |
| Frequenzbereich |
47-850 MHz, wobei für DVB-C meist nur der Bereich von ca. 250-500 MHz genutzt wird |
| Nutzkapzität |
38 Mbps pro genutze Frequenz (Transponder) |
| typische Symbolraten |
z.B. 6900000, 6875000 Symbole/s (Baud) |