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terrestrischer-Empfang

Vorwort:

Auch wenn es immer noch für viele Leute den Anschein hat, dass der terrestrische Übertragungsweg nicht mehr zeitgemäß sei, der irrt sich. Durch die Einführung von DVB-T wurde/wird der Empfang über eine normale Antenne wieder interessant!

Voraussetzungen:

Zurzeit ist DVB-T noch nicht bundesweit verfügbar, jedoch wird in immer mehr Gebieten die neuen Technik eingeführt und somit DVB-T für die Anwender empfangbar. Einen Überblick der momentanen Empfangssituation in den einzelnen Bundesländer bzw. Gebieten mit den dort ausgestrahlten Kanälen finden Sie in unserer www.ueberallfernsehen.de.

Je nachdem wie weit man von der Sendestation entfernt wohnt, muss natürlich auch die verwendete Antenne eine entsprechende Größe aufweisen und eventuell das Signal auch noch verstärkt werden.
Im Zentrum von Berlin beispielsweise benötigt man für den reibungslosen Empfang nur eine Zimmerantenne. Wenn man weiter entfernt wohnt, bräuchte man dann eine aktive - also eine mit Verstärker ausgestattete - Antenne. Sollte dies zum Empfang noch immer nicht ausreichen, so sollte dann eine Hausantenne Verwendung finden. Näheres zum Thema Antennen finden Sie im folgenden Abschnitt.

Antennenfrage:

Wenn der Empfang nur mit einer Antenne funktionieren soll, dann stellt sich natürlich die Frage was für Antennen hier nun verwendet werden sollen. Besondere? Nein. Es sind ganz normale Antennen, welche auch beim "alten" analogen terrestrischen Empfang verwendet wurden.
Die DVB-T Signale werden, wie zuvor die "alten" Kanäle auch, im UHF und VHF Frequenzband übertragen. Dabei wird der UHF Frequenzband aber vorrangig verwendet.
Um eine Vorstellung der einzelnen Antennentypen zu bekommen, haben wir die zwei Grundtypen einmal aufgelistet, wobei die einzelnen Antennentypen noch weiter klassifiziert werden können.

passive Zimmerantennen:

Die passiven Zimmerantennen sollten dann eingesetzt werden, wenn Sie in der Nähe den Sendeturms wohnen und somit guten Empfang besitzen. Da Einsatz einer aktiven Antenne hier zu Schwierigkeiten beim Empfang führen könnte. Denn ist das Signal in sehr guter bis guter Stärke vorhanden und würde eine aktive Antenne ohne Auswertungselektronik vorhanden sein, so würde das Signal einfach weiter verstärkt und es könnte somit zum Beispiel zu Übersteuerung kommen.

aktive Zimmerantennen:

Die aktiven Zimmerantennen unterscheiden sich oft kaum im Aussehen zur passiven Antenne bis auf einen größeren Unterbau und werden genau dann eingesetzt, wenn eine einfach passive Antenne zum Empfang nicht mehr ausreicht. Die aktiven Antennen beinhalten -wie es der Name schon sagt- aktive Bauelementes (Verstärker) die das empfangene Signal direkt verstärken und es anschliessend über den Antennenausgang in verstärkter Form bereitstellen.

Polarisation:

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt bei dem Aufbau einer Antennenanlage ist die Positionierung der Antenne. Denn das DVB-T Signal ist nicht so polarisiert, wie zuvor das analoge Fernsehen. Dies bedeutet, wenn vorher eine vertikale Polarisation vorlag, wurde die Antenne auch entsprechend vertikal ausgerichtet. Nun wird aber das DVB-T Signal horizontal polarisiert, zumindest in einigen Gebieten. Somit müsste die Antenne um 90° gedreht werden.
Um herauszufinden wie die Sender in Ihrer Region polarisiert sind, können Sie die oben genannte Empfangsübersicht besuchen.

Es kann auch vorkommen, dass in einem Empfangsgebiet sowohl horizontal als auch vertikal gesendet wird. Die ist beispielsweise in der Berliner Region der Fall. Eigentlich sind hier alle Sender horizontal polarisiert. Aber der Kanal 27 wird von der Sendestation Scholzplatz vertikal abgestrahlt.

Wozu brauche ich DVB-T?

Natürlich stellt sich die Frage, warum man denn genau zu der terrestrischen Übertragungsweise greifen sollte.
Grundsätzlich kann man sagen, dass alle die, die bereits mit einer Satellitenanlage ausgestattet sind, nicht auf DVB-T umsteigen werden. Die Programmvielfalt ist bei Satellitenempfang um einiges höher und die Datenraten, welchen ausschlaggebend für die Qualität sind, ebenfalls.
Interessanter wird es dagegen für die Nutzer des Kabelnetzes. Denn im Gegensatz zum terrestrischen Empfang, fallen bei der Nutzung des Kabelnetzes monatliche Gebühren an. Auch das Programmangebot von DVB-C und DVB-T ähnelt sich in vielen Regionen, so dass DVB-T gegenüber DVB-C evtl. die bessere Wahl ist.

Wie man an der Bezeichnung DVB-T schon erkennen kann, so kommt hier der Übertragungsstandard DVB (Digital Video Broadcast) zum Einsatz.
Näheres zum DVB Standard finden Sie in unserem Bereich Grundlagen - DVB.


Empfang von DVB-T mit DVB-C Geräten?

Wer sich etwas länger mit der ganzen Thematik beschäftigt hat, der wird ziemlich bald feststellen, dass bei DVB-C und DVB-T in etwa gleiche Frequenzbänder genutzt werden. Somit ist natürlich die Frage berechtigt, ob man mit DVB-c Empfängern auch in den Genuss von DVB-t Signalen kommt. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt.
Leider mussten die Standards künstlich voneinander getrennt werden. Dies soll bedeuten, dass es zwar theoretisch möglich wäre, aber in der Praxis aufgrund unterschiedlicher Modulationsarten getrennt wird.

Aber warum die unterschiedlichen Modulationen?
Beim Kabelempfang ist es so, dass dort relativ wenig bzw. fast gar keine Störsignale den Empfang beeinflussen und somit auch das gesendet Signal keine "besondere" Modulation und Fehlerkorrektur benötigt. Bei den DVB-T Ausstrahlungen ist dagegen der Empfang beeinflusst von Reflexionen, Spiegelungen und Interferenzen der Signale und soll auch mobil möglich sein. Hierbei hat es sich herausgestellt, dass die bei DVB-C und DVB-S verwendeten Modulationen nicht geeignet für DVB-T und somit auch den Mehrfachsenderbetrieb sind. Durch diese Übertragungsparameter bzw. -umstände wurde die COFDM Modulation in Zusammenarbeit mit QPSK, 16-QAM oder 64-QAM für DVB-T ausgewählt, um somit die eben ausgezählten Probleme in den Griff zu bekommen.
Der Nachteil dieser Modulation ist jedoch ein wesentlich geringerer Durchsatz gegenüber DVB-S und DVB-C. Während bei den anderen Übertragungsarten pro Frequenz/Transponder ca. 38Mbit zur Verfügung stehen, sind es bei DVB-T je nach Sendegebiet nur 12-15MBit. Da diese Datenrate nicht für einen sondern für 4-5 Sendern - die auf einer Frequenz liegen - zur Verfügung steht, bleiben für einen Sender nur 2,5 - 4 Mbit übrig. Somit besitzen die DVB-T Sender von den drei großen Übertragungsarten die kleinsten Bitraten und somit auch die schlechteste Qualität, was DVB-T Empfänger öfters an Blockbildungen im Bild feststellen können.

Technische Details zu DVB-T:

Modulation der Signale COFDM (QPSK, 16-QAM oder 64-QAM )
Frequenzbereich VHF (Band I und III, 108 bis 300Mhz)
UHF (Band IV und V, 300 MHz bis 862 MHz)
Nutzkapzität 12 bis 15 Mbps pro Frequenz je nach Sendegebiet
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