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HTPC-Spezial:
Aufbau eines DVB-S2 kompatiblen Wohnzimmer-PC

Der Computer hat heutzutage bereits in sehr vielen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten. Im Wohnzimmer war er allerdings bis vor geraumer Zeit nicht gern gesehen, jedoch sollte sich dies mit den HTPC's ändern.

Die Abkürzung HTPC steht für Home-Theatre-Personal-Computer und bezeichnet ein Rechnersystem, welches genau auf die Bedürfnisse im Bereich Entertainment im Wohnbereich zugeschnitten ist.

Sie können derartige Systeme bereits fertig im Laden erwerben, jedoch beinhalten diese meist nicht die Komponenten, welche man sich eigentlich zum Stand der Technik selber verspricht.

Wir wollen in diesem Artikel einmal zeigen mit welchen Komponenten es möglich ist einen extrem leistungsfähigen und zukunftsorientierten PC zusammenzubauen. Ziel ist darüber hinaus, dass dieser PC für das neue DVB-S2 gerüstet ist.

Aufgabenstellung: Das System soll ...
  • ... leistungsstark sein und mit dem zukünftigen DVB-S2 keine Probleme haben
  • ... auch bei Spielen eine moderate Leistung liefern
  • ... möglichst leise arbeiten
  • ... möglichst einfach zu steuern sein
  • ... äußerlich kein Standard-PC sein


Hardware und Komponentenwahl:

Die Wahl der Komponenten ist einer der wichtigsten Entscheidungsschritte bei der Planung eines HTPCs.

Die von uns ausgewählten Komponenten sind kein Muss, jedoch arbeiten diese sehr gut zusammen und stellen somit eine solide Basis für ein schnelles und zukunftsorientiertes System dar.

Mainboard:

Bei der Wahl der richtigen Hauptplatine für unseren PC haben wir uns für das K8N Neo4 Platinum aus dem Hause MSI Computer entschieden.

 


Der Grund für ein Mainboard mit nVidia nForce4 Ultra Chipsatz ist der, dass dieses Mainboards im Vergleich zu vielen anderen zumindest noch über 4 PCI-Slots verfügt. Die meisten SLI Boards besitzen hier nur noch zwei oder auch nur einen.
Da aber die momentan verfügbaren TV-Karten alle im PCI-Standard gebaut werden, sollte man dies an dieser Stelle mit berücksichtigen. Auch wenn Sie wie in unserem Fall planen mehrere PCI-Karten einzusetzen, dann ist dies ein wichtiger Punkt.

Das Mainboard verfügt weiterhin über eine integrierte Firewire Schnittstelle, welche den Anschluss eines digitalen Camcoders ohne zusätzliche Schnittstellenkarte erlaubt.

Der Lieferumfang des K8N Neo4 Platinum fällt mehr als üppig aus. Hier werden in gewohnter Weise alle benötigten Kabel für den Anschluss bereits mitgeliefert.



Kosten: ca. 120 Euro

Prozessor:

Als schnellen Rechenknecht ist unsere Wahl auf einen AMD Athlon 64x2 4200+ gefallen. Bei diesem Prozessor handelt es sich um einen Doppelkernprozessor, welcher mit reellen 2,2 GHz pro Kern getaktet ist.

Der Einsatz einer Doppelkern-CPU spielt insbesondere bei unserer späteren Verwendung von mehreren TV-Karten im System und auch bei der neuen H.264 Decodertechnologie eine wichtige Rolle.
Detailinformationen zur Prozessorauslastung bei der Wiedergabe von H.264 (MPEG-4) Material über DVB-S2 finden Sie in unserem Artikel zur KNC ONE TV-Station DVB-S2 Plus.

Kosten: ca. 350 Euro

Speicher:

Da bei allen AMD basierten Systemen immer noch der "alte" DDR 400 Ram zum Einsatz kommt, muss hier zumindest darauf geachtet werden, dass dieser Speicher im Dual-Modus angesprochen wird. Dies bedeutet, dass Sie bei 1 GB Arbeitsspeicher nicht einfach ein Modul in den RAM-Slot des Mainboards stecken sollten, sondern den Speicher auf zwei Module aufteilen. Sie verwenden also zwei Module à 512 MB. Diese können dann zeitparallel angesprochen und verwendet werden. Dies bietet einen zusätzlichen Geschwindigkeitsvorteil und sollte deswegen auf jeden Fall beachtet werden.

Wir haben in unserem System zwei Module à 512 MB aus dem Hause Infineon (CL2) verbaut.

Kosten: ca. 80 Euro

Grafikkarte:

Bei der Grafikkarte greifen wir - wie bereits beim Mainboard - wieder auf ein Produkt aus dem Hause MSI Computer zurück. Bei der verwendeten NX6600-TD512EH handelt es sich um eine Grafikkarte mit nVidia Geforce 6 (6600) Chipsatz und einem Grafikspeicher von 512 MB. Der Grund für die Wahl ist die komplett lüfterlose Kühlung der Karte.
Natürlich können Sie auch eine leistungsstärkere Karte verwenden, beispielsweise Geforce 7, jedoch wird dann die lautlose Kühlung immer mehr zu einem Problem. Wir möchten in unserem System allerdings von Anfang an Komponenten verwenden, welche nicht direkt nach dem Kauf zerlegt und "gemodded" werden müssen.
Aus diesem Grund ist die NX 6600 für uns hier erste Wahl.

 


Die Grafikkarte verfügt in gewohnter Weise über drei verschiedene Ausgabemodi. (analogen PC-Ausgang, DVI-Ausgang und einem S-Video-Ausgang für den Fernseher)

Kosten: ca. 140 Euro

Gehäuse:

Die Wahl des richtigen Gehäuses ist auch eine der schwierigsten Punkte bei der Zusammenstellung unserer Komponenten. Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, wollen wir Ihnen einmal zwei mögliche Lösungen vorstellen.

1. Elegantes PC-Gehäuse:

Wenn Sie mit einem sehr PC ähnlichen Gehäuse im Wohnraum keine Probleme haben, dann können Sie hier mit geringem finanziellen Aufwand eine elegante Lösung erzielen.
Wir haben diesen Weg bei unserer Realisierung eingeschlagen und haben ein Gehäuse aus dem Hause LC-Power eingesetzt. Die Gehäuse aus der Pro-Serie werden bereits mit einem Silent Netzteil ausgeliefert. Der Nachfolger des von uns verwendeten Gehäuses ist das Pro-606S.
Das Gehäuse selbst ist sehr solide verarbeitet und bei einem Preis von knapp 40 Euro inkl. Netzteil ein wirkliches Schnäppchen.

Kosten: ca. 40 Euro

 


2. Wohnzimmergehäuse:

Wenn Sie einen etwas gehobenen Stil wünschen, dann sollten Sie sich die Gehäuse aus dem Hause Origen AE Technology etwas genauer anschauen. Mit dem H5 ist hier ein wirklich schön anzusehendes Gehäuse auf dem Markt.

Aber nicht nur das Aussehen ist beachtlich, sondern auch der Preis von knapp 190 Euro. Dabei ist das benötigte Netzteil aber noch nicht mitgerechnet.

Bei dem Gehäuse besteht optional die Möglichkeit ein Display + Fernsteuerung zu integrieren. Über diese Kombination ist es dann auch möglich das Gerät direkt ein- bzw. auszuschalten, ohne hier zusätzlichen Aufwand treiben zu müssen. Jedoch hat auch diese Erweiterung mit knapp 80 Euro ihren Preis.

Kosten: ca. 190 Euro (+ 80 Euro Display/Fernbedienung) + Kosten für ein Netzteil

 


Bei der Wahl des richtigen Gehäuses sollten Sie nicht nur auf die Äußerlichkeiten achten, sondern auch daran denken, welche Komponenten genau in dieses Gehäuse eingebaut werden sollen. So ist das H7 von Origen AE Technology zwar auch ein sehr schönes Gehäuse, jedoch nur für den Einsatz von Micro-ATX Mainboards gedacht. Ein normalgroßes Mainboard, so wie wir es verwendet haben, kann hier aus Platzgründen nicht verbaut werden.

TV-Karte(n):

Was wäre ein HTPC ohne die geeignete TV-Karte? Genau, eigentlich nur ein PC der im Wohnzimmer steht, aber sonst eigentlich keinen weiteren Zweck erfüllt.
Aus diesem Grund spendieren wir unserem System gleich zwei digitale TV-Karten. Dabei handelt es sich um eine KNC ONE TV-Station DVB-S2 Plus als primäre und um eine KNC ONE TV-Star als sekundäre Karte. (links TV-Station DVB-S2 Plus; rechts TV-Star)

 


Darüber hinaus wird die KNC ONE TV-Station DVB-S2 Plus zusätzlich mit dem CineView CI für den Empfang von PayTV-Kanälen aufgerüstet.

Kosten:
TV-Station DVB-S2 Plus: ca. 190 Euro
TV-Star: ca. 45 Euro
CineView CI: ca. 40 Euro




Extras:

Da unsere HTPC-Lösung im Wohnbereich aufgestellt werden soll, so stellt sich bei vielen die Frage nach der Anbindung an das heimische Netzwerk bzw. das Internet. In vielen Fällen ist es ohne nennenswerten Aufwand nicht möglich ein Netzwerkkabel zu verlegen.
Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle eine alternative Lösung vorstellen, welche es ermöglicht, unser System mit WLAN und Bluetooth-Funktionalitäten aufzurüsten.

Das von uns verwendete K8N Neo4 Platinum Mainboard ermöglicht es uns eine kleine Erweiterungskarte aus dem Hause MSI einzubauen. Dieses Erweiterungspaket ist optional für manche MSI-Mainboards erhältlich und besteht aus einer kleinen PCI-Karte und einer Stabantenne.
Die Karte wird im Rechner in den vorgegebenen (orangen) Kommunikationssteckplatz (ganz unten) eingesteckt und dann noch zusätzlich mit dem Mainboard verbunden.

Kosten: ca. 40 Euro



Wenn Sie wie in unserem Beispiel zwei TV-Karten und die WLAN/Bluetooth Extension im Rechner verwenden wollen, dann belegen Sie dadurch 3 PCI-Slot. Der vierte Steckplatz wird leider vom Passivkühler der Grafikkarte verdeckt und ist somit für uns leider unbrauchbar.

Wenn Sie nun das oben angesprochene CineView CI Modul auch noch mit in den Rechner einbauen wollen, dann steht uns hier kein Steckplatz mehr zur Verfügung. Sie können das CineView CI dann alternativ entweder in einen Laufwerksschacht integrieren, oder Sie bauen das CineView CI in einen der freien PCI-Express-Slots. Jedoch benötigen Sie für letzteres ein wenig handwerkliches Geschick, da die Bauform der Karte nicht im PCI-Express Design vorliegt. (Verlust der Garantie)



Zusammenfassung:

Die grundlegenden Komponenten für unseren HTPC haben wir somit zusammen. Wir sind an dieser Stelle absichtlich nicht auf zu verwendende Laufwerke eingegangen, da wir dies für unsere Konzeption nicht für grundlegend erachten. Die Wahl eines DVD-Brenner und einer Festplatte sollten kein weiteres Problem darstellen.

Wenn wir nun die Kosten für unseren DVB-S2 tauglichen Wohnzimmer PC betrachten, dann kommen wir mit den oben genannten Komponenten auf knapp 1200 Euro Basiskosten. Dafür erhalten Sie aber auch ein extrem leistungsstarkes und auf unsere Aufgaben abgestimmtes System.

Hier noch einmal eine Übersicht über die entstandenen Kosten:

Kostenübersicht:
Mainboard MSI-Computer K8N Neo4 Platinum 120 Euro
Prozessor AMD Athlon 64x2 4200+ 350 Euro
Arbeitsspeicher Infineon 2x 512 MB 80 Euro
Grafikkarte MSI-Computer NX6600-TD512EH 140 Euro
Gehäuse LC-Power Pro-606S 40 Euro
TV-Karten KNC ONE TV-Station DVB-S2 Plus 190 Euro
KNC ONE TV-Star 45 Euro
KNC ONE CineView 40 Euro
WLAN/Bluetooth MSI-Computer PC54G-BT 40 Euro
Festplatte 250 GB 7200 upm SATA (Samsung) 90 Euro
DVD-Brenner LG Electronics GSA 4166B 65 Euro
  Gesamt: 1200 Euro


Preise Stand Januar 2006


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