Zurück zur Startseite Forum Kontakt zum Team Impressum
 
Grundlagen
Empfang
Receiver / HTPC
TV-Karten
TV-Software
Linux
digital-Recording
Fernbedienung
Download-Center
Hilfe / Glossar
Links
Werbung / Banner
Literatur
Impressum
Suche


modVES.de

Partnershop: DVBShop.net

>> DVBmagic.de >> TV-Karten

Hauppauge DEC 2000 / 3000

Hinter der kurzen Bezeichnung DEC steht eigentlich eine neuartige Generation von Sat-Receivern. Das Kürzel DEC bildet die Abkürzung für Digital Entertainment Center und vereint einen "normalen" digitalen Sat-Receiver mit einem Empfangsgerät für PC bzw. Notebook.

Durch diese Kombination ist es möglich, digitale TV- und Radioprogramme zu empfangen und diese mit Hilfe eines PCs auch direkt in digitaler Qualität aufzuzeichnen.

Die DEC kann entweder nur am Fernsehgerät, nur am PC bzw. Notebook, oder aber auch an beiden Geräten gleichzeitig betrieben werden.

Wir haben das Produkt auf seine Praxistauglichkeit geprüft und unsere Erfahrungen hier bereitgestellt.

Produktbezeichnung_

Die DEC-Box gibt es, wie auch die anderen DVB-Karten, in verschiedenen Ausführungen für den jeweiligen DVB-Standard:
  • DEC 3000-s: Satellitenempfang
  • DEC 2000-t: terrestrischer Empfang
Der hier vorgestellte Test wurde mit der DEC 3000-s (Modell 157) durchgeführt. Alle genannten Aspekte sind aber auch für die DEC 2000 gültig.

Betrieb am Fernsehgerät:

Die Installation der DEC verlief genauso einfach wie der eines herkömmlichen Sat-Receivers. Nach Anschluss der Sat-Antenne, Scart- und Netzkabel ist dieser Schritt auch schon abgeschlossen. Nach dem Einschalten meldet sich die DEC Box mit einem Startbild und es erscheint auch schon das erwartete Fernsehbild. Die Startzeit ist deutlich höher als die eines normalen digitalen Sat-Rceiver. Vergleich: TechniSat DigiCom1a ca. 3 Sekunden; DEC 3000 ca. 12 Sekunden.

Die DEC unterstützt DISEq 1.0 und lässt somit den Empfang von bis zu 4 Satelliten zu. Eine Ansteuerung einer drehbaren Satellitenanlage ist nicht möglich.

Steuerung / OSD:

Die Steuerung erfolgt komplett per Fernbedienung und das OSD (On Screen Display), ist weitgehend selbsterklärend und stellt den Benutzer vor keine Probleme.
Die Fernbedienung verfügt nur über wenige Tasten, diese sind aber quasi identisch mit denen eines normalen Receivers und lässt somit eine intuitive Bedienung zu. Die einzelnen Tasten sind wie gewohnt meist für mehrere Befehle zu verwenden, dieses ist aber dann im OSD jeweils beschrieben.

Das OSD ist leider zu schlicht gehalten. Ein wenig mehr grafische Elemente und andere Farben würden besser passen und die Benutzung noch angenehmer gestallten. Es besteht nicht die Möglichkeit, die Farben des OSDs anzupassen.
Die DEC 3000-s verfügt über ein graues, die DEC 2000-t über ein blaues OSD.

Das EPG (Elektronischer Programmführer) kann als Kurzinformation der aktuellen Sendung oder als Übersicht der anstehenden Sendungen für einen Sender angezeigt werden. Eine Fernsehzeitschrift kann das EPG in diesem Fall leider nicht ersetzen, da Übersichten wie "Was läuft gerade?" oder eine Gesamtübersicht der EPG Daten über alle Sender fehlen.
Sehr nützlich ist die automatische Einblendung der aktuell gültigen EPG Kurzinformation wenn eine neue Sendung beginnt.

Um sich einen Eindruck vom OSD verschaffen zu können, haben wir ein paar Screenshots bereitgestellt, welche sich durch einfaches Anklicken auch vergrößern lassen:




Sendersuchlauf:

Der Sendersuchlauf wurde in unserem Test sehr schnell absolviert. Das Abscannen von Astra auf 19,2° Ost dauert gerade mal 4 Minuten.
Neben der Möglichkeit, die Transponder automatisch abzuscannen, kann auch eine manuelle Eingabe erfolgen. Entweder man wählt den Transponder in der Liste aus, den man abscannen will, oder es werden nach Eingabe von Frequenz, Symbolrate und Poratisation der entsprechende Bereich abgesucht und eventuell gefundene Sender in der Kanalliste ergänzt.

Um den VideoText (VT) aufzurufen, muss man leider zur Fernbedienung des Fernsehgerätes greifen. Die Fernbedienung verfügt zwar über eine VT Taste, diese ist aber nur bei der Verwendung mit dem PC oder Notebook zum Aufruf des VideoText Fenster belegt.

Anschlüsse:

Auch wenn sich die Installation des Receivers am Fernsehgerät sehr einfach gestaltet, so fehlen doch einige, in den meisten Fällen auch wichtige Möglichkeiten.
Das eingesetzte TV-Gerät muss über einen Scart Anschluss verfügen. Bei einem neueren Gerät ist dies kein Problem, doch vor allem ältere Geräte besitzen nur einen Composite VideoIn (Cinch). Es muss also ein Adapter Scart - Cinch verwendet werden.
Wenn das TV Gerät nur einen Antenneneingang (UHF) besitzt, dann muss ein Videokonverter oder Videorekorder zwischengeschaltet werden.

Auch beim Anschluss des Sounds können Probleme auftreten. Wenn die Audioausgabe nur ganz normalen über das TV-Gerät laufen soll, dann ist das natürlich kein Problem. Anschluss per Scart und fertig. Wenn aber ein externer Receiver, beispielsweise ein DolbyDigital Receiver, zum Einsatz kommen soll, dann steht nur ein SPDIF Anschluss an der DEC zur Verfügung. Ein zusätzlicher optischer Digitalausgang wäre wünschenswert.

Durch das Einspielen der aktuellen Firmware ist mit der Hauppauge DEC auch möglich ein Dolby-Digital 5.1 Singal am SPDIF Ausgang der Box abzugreifen. Dies gilt allerdings nur für den Betrieb am TV-Gerät. Sobald die Box mit dem PC verwendet wird, steht kein Dolby-Digital mehr zur Verfügung.

zusätzliche Funktionen:

Um die gemachten Einstellungen vor anderen Benutzer der DEC Box zu schützen, kann das Setup mit einem vierstelligen PIN Code versehen werden. Somit kann man die Fernbedienung auch in die Hände von Kindern geben, ohne mit anschließenden Problemen konfrontiert zu werden.

Um das Digital Entertainment Center auf den neusten Stand zu halten, steht eine automatische Updatefunktion zur Verfügung, Hierzu werden bestimmte Transponder abgesucht, welche Hauppauge zur Übertragung von neuen Firmwareversionen verwendet. Ob dieses Softwareupdate funktioniert und fehlerfrei vonstatten geht, konnte in unserem Test leider nicht ausprobiert werden, da die DEC bereits die neuste Firmwareversion enthielt.

Betrieb am PC oder Notebook:

Hardware-Installation:

Die Installation der DEC per USB ist kinderleicht. Einfach das USB Kabel an einen freien USB-Anschluss am PC oder Notebook einstecken und schon wird diese von Windows erkannt. Bedingung ist, dass die Box dafür eingeschaltet sein muss (nicht nur im Standby-Modus).
Sobald die Treiber-CD eingelegt wurde, welche bei unserem Exemplar die wirklich neusten erhältlichen Treiber beinhaltete, werden sich alle benötigten Dateien automatisch zusammengesucht und die Hardwareinstallation ist auch damit beendet.
Wenn die Installation erfolgreich verlaufen ist, dann ist im Geräte-Manager nun unter USB-Controller ein neuer Eintrag Hauppauge - DEC USB Device (siehe Abbildung rechts).

Die genauen Hardwareanforderungen finden Sie am Ende des Artikels.

Software-Installation:

Sobald die Treiberinstallation abgeschlossen ist, muss nur noch die eigentliche Betriebssoftware installiert werden. Dazu wird einfach das Setup auf der CD gestartet und man folgt den Anweisungen des deutschen Installationsassistenten.
Da beim digitalen Fernsehen im MPEG-2 Format gesendet wird und die DEC Box die decodierten Daten nicht über den USB Bus schickt, müssen sie vom PC oder Notebook selber mit einem Software MPEG-2 Decoder decodiert werden. Dies geschieht über das beigelegte WinDVD 4.0 von Intervideo. Die Installation zu diesem Programm wird auf Wunsch gleich nach der der DEC gestartet. Nach Abschluss dieses Schrittes ist die Installation und Einrichtung auch schon beendet.

TV- / Datenanwendung:

Zum Lieferumfang der Software gehört zum einen eine TV-Anwendung, die zum Empfang von digitalen TV und Radioprogrammen dient, und zum anderen über eine Datenanwendung, mit welcher man Datendienste wie Casablanca, oder Internet-via-Satellit nutzen kann.

Die Aufmachung der Software und auch der Funktionsumfang sind so gut wie identisch wie die der WinTV Nexus oder WinTV Nova. Es gibt nur kleinere Anpassungen, beispielsweise für den verwendeten Softwaredecoder.
Nähere Informationen zu der Betriebssoftware gibt es auf der folgenden Seite: Betriebssoftware für WinTV Nexus, Nova und DEC

Um die TV oder Datenanwendung auf dem PC oder Notebook starten zu können, muss die DEC zuerst mit der Fernbedienung aus dem Standby-Modus geholt werden. Somit erscheint an einem ggf. angeschlossenem Fernsehgerät erstmal das TV-Bild. Wird nun die Software aufgerufen, so wird die DEC neu "gestartet" und es folgt eine Initialisierung für die Nutzung am PC. Dieser Startvorgang dauert leider sehr lange, erst nach ca. 40 Sekunden ist der Vorgang abgeschlossen. Dies hängt aber auch sehr stark vom verwendeten MPEG Decoder ab. Wenn die Software einmal läuft, dann läuft sie aber.

Eine Zusammenstellung der momentan verfügbaren alternativen Betriebsprogramme finden Sie in unserem Bereich: TV-Software

Steuerung:

Die Bedienung kann entweder über die Maus bzw. Tastatur, oder aber auch über die Fernbedienung vorgenommen werden. Sobald die Software am PC läuft steuert die Fernbedienung nicht mehr das OSD auf dem Fernsehgerät, sondern die einzelnen Funktionen des Programmes. Es werden leider auch keine EPG Informationen mehr auf dem TV eingeblendet.
Am Fernsehgerät ist nur noch ein "normales" TV Bild zu sehen. Wenn am PC umgeschaltet wird, dann wird natürlich auch das Bild, welches über den Scart-Ausgang der DEC weitergeleitet wird, umgeschaltet. Es ist nicht möglich zwei verschiedene Sender gleichzeitig zu schauen, auch wenn sich diese auf dem gleichen Transponder befinden.

Aufnahme und Wiedergabe / Timeshifting:

Der eigentliche Clou der DEC ist, dass man normal am Fernsehgerät eine Sendung schauen kann und diese gleich mit dem PC oder Notebook aufzeichnen kann.
Folgende Aufnahmeformat stehen zur Verfügung:
  • MPG: PS-Audio/Video-Format (MPEG-2)
  • MP2: MP2-Audio-Format, nur Tonaufzeichnung
Im Handbuch (Online: DEC 3000-s, DEC 2000-t) und in der beiliegenden HTML-Hilfe werden noch zwei weitere Aufnahmeformate beschrieben, welche aber leider nicht zur Verfügung stehen.
  • PSV: PES-Video-Format, es wird nur das Bild aufgenommen
  • PVA: Aufzeichnung der Dateien im PES-Audio/Video-Format (Standard für DVB TV)
Da der Softwaredecoder schon einige Computerressourcen benötigt, kann man diesen während der Aufnahme deaktivieren, um möglichst fehlerfreie Aufnahmen zu erhalten. Es erfolgt dann keine Bildausgabe am PC- oder Notebook-Bildschirm. Wie es mit der Weiterbearbeitung der aufgenommen Streams dann funktioniert, finden Sie in unserem Bereich digital Rec(ording), links in der Navigation.

Wenn aufgenommene Dateien wieder über die Software abgespielt werden sollen, so geschieht die Ausgabe nur über PC bzw. Notebook. Über das Fernsehgerät können Aufnahmen leider nicht wiedergegeben werden. Dort bleibt während der Wiedergabe einer Datei der zuletzt eingestellte Sender erhalten.

Genauso wie die Wiedergabe von Dateien verhält sich auch der Timeshiting-Modus (Zeitversetzte Aufnahme / Wiedergabe). Die Sendung kann zwar angehalten und dann später auch wieder fortgesetzt werden, aber dies funktioniert wieder nur auf dem PC bzw. Notebook. Das TV-Gerät bleibt davon unberührt.

Sowohl die Aufnahme als auch der Timeshifting-Modus können von der Fernbedienung komfortabel gesteuert werden. Ein Tastendruck und der aktuelle Sender wird aufgenommen bzw. angehalten.

Pay-TV Empfang:

Um Pay-TV Programme mit der DEC empfangen zu können, verfügt diese an der Frontseite über einen CI-Schacht. Dieser Schacht nimmt dann das Modul für die jeweilige Verschlüsselungstechnik auf, das so genannte CAM-Modul (Conditional Access Modul). Dieses wiederum nimmt die Abo-Karte des jeweiligen PayTV Anbieters auf.
Da bei den Pay-TV Kanälen unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren verwendet werden, müssen auch verschiedene CAM-Module eingesetzt werden.
Ein CAM ist sozusagen der Hardwaredecoder, der durch eine gültige Smartcard die entsprechende Arbeit übernimmt. Welches CAM bei welchem Verschlüsselungssystem zum Einsatz kommt, erfahren Sie auf unserer Seite Pay-TV.
Das CI kann sowohl im TV-, als auch im PC-Betrieb genutzt werden.

weitere Angaben:

Systemanforderungen für die Nutzung weiterer Funktionen am PC oder Notebook:

  • PC mit Pentium III 500MHz oder kompatiblen Prozessor
  • Microsoft® Windows® 98 / Me / 2000 / XP
  • min. 128MB RAM
  • CD-ROM-Laufwerk
  • DirectDraw kompatible PCI / AGP Grafikkarte
  • Soundkarte
  • freier USB-Anschluss (Version 1.1 oder höher)

Anschlüsse:

  • LNB-Eingang zum direkten Anschluss der Satellitenantenne
  • SCART-Ausgang
  • S/PDIF (Digital Audio Out)
  • USB-Anschluss
  • Power Anschluss

Lieferumfang:

  • DEC3000-s (externer DVB-s - Empfänger)
  • externes Netzteil 12 V DC; 1,25 A
  • Infrarot-Fernbedienung (inkl. Batterien)
  • Scart-Kabel
  • USB-Kabel
  • PC-Software auf CD-ROM
  • Bedienungsanleitung
  • Schnell-Installationsanleitung
  • Garantiekarte
Homepage:
Seite drucken    DVBmagic News als RSS Feed    DVBmagic News als ATOM Feed







www.dvbmagic.de   (0.0011s) Copyright 2001 - 2011 by Stefan Pratsch und Andreas Erbe


DVB und MHP sind eingetragene Marken der DVB Project