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Pinnacle PCTV DVB-T Flash Stick

DVB-T Sticks gibt es wie Sand am Meer. Da müssen sich die Hersteller in Zukunft mehr Gedanken um Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte machen, um nicht in der Masse der Produkte unterzugehen. So hat es auch die Firma Pinnacle mit dem PCTV DVB-T Flash Stick getan.

Der PCTV DVB-T Flash Stick verbindet die Funktionalitäten eines mobilen DVB-T Empfängers mit denen eines mobilen Speichergerätes (normalerweise ein USB-Stick). Somit hat man nur noch ein Gerät, nämlich einen universellen Stick.

Wie sich der USB-Stick mit TV-Funktionen schlägt und ob diese Technologie ausgereift ist, wird dieser Artikel klären.

Ausstattung:

Die Ausstattung des PCTV DVB-T Flash Sticks ist, wie man es momentan auch am Markt erwarten würde. Alles was benötigt wird ist mit im Karton enthalten...
  • PCTV DVB-T Flash Stick
  • Fernbedienung inkl. 2xAAA-Batterien
  • DVB-T Antenne
  • USB-Verlängerungskabel
  • Kurzanleitung und Garantiekarte
  • Recovery-CD

Hardware:

Der Flash Stick selbst wurde von Pinnacle mit relativ großen Abmessungen konzipiert. So ist dieser 8 cm lang, 2,5 cm breit und 1,5 cm hoch. Wenn man diese Maße einmal mit denen des hauseigenen PCTV nano Stick vergleicht, dann merkt man doch schon erhebliche Unterschiede. Dieser ist nur 5,5 cm lang, 2,2 cm breit und 1,5 cm hoch. Mit Kompaktheit kann der Flash Stick also nicht punkten, aber dafür besitzt er ja auch einen integrierten USB-Stick.

Der eingebaute Speicher hat eine Kapazität von 1 GB und kann direkt nach Anstecken des Sticks verwendet werden. Treiber werden für diese Nutzung nicht benötigt. Das Verhalten ist also analog zu einem "normalen" USB-Stick. Eine Besonderheit hat Pinnacle aber dann doch in den Stick integriert. So besitzt dieser zwei unabhängige Speicherbereiche. Nur auf einem kann gelesen und geschrieben werden, der andere ist Read-Only.

Der Grund für diese Teilung ist schnell erläutert. Auf dem Read-Only Bereich sind die für den TV-Betrieb notwendige Software und die Treiber abgelegt. Der andere Bereich steht für den Anwender zur freien Verfügung. Nach dem Anstecken des Sticks werden in Windows zwei neue Laufwerke eingerichtet. Ein ganz normaler Wechseldatenträger wie bei einem USB-Stick üblich und ein CD-ROM Laufwerk. Über dieses Laufwerk kommt man an den Read-Only Bereich und kann hier auch die Software starten.

Hardware im Detail

Natürlich haben wir es uns auch diesmal nicht nehmen lassen, einen Blick in das Innere des DVB-T Flash Sticks zu werfen. Das Gehäuse ist ja "nur" zugeklickt und wir konnten dies ohne größere Gewaltanwendung öffnen.
Die Hardware besteht aus zwei Platinen, die über ein Flachbandkabel miteinander verbunden sind. Auf der oberen (kleineren) finden der Antennenanschluss und auch der Tuner seinen Platz. Der verfügbare Raum wurde von Pinnacle gut genutzt wenn man bedenkt, dass Tuner, Flashspeicher und IR-Empfänger in dem Gehäuse versteckt sind.



Der Tuner stammt von der Firma DiBcom und ist in der Form des 7070PB auf dem Stick verbaut. Als Bridge kommt der 0700C aus gleichem Hause zum Einsatz.



Sehr schön an der Platine zu erkennen ist der integrierte Infrarotempfänger. Dieser sitzt somit bei geschlossenem Gehäuse direkt neben dem Pinnacle (Stern) Logo. Für den späteren Fernbedienungseinsatz wird diese Information noch wichtig sein.



Verbindung:

Der Stick wird über eine freie USB 2.0 Schnittstelle mit dem PC oder Laptop verbunden. Aufgrund der etwas größeren Bauform des Sticks wird von Pinnacle eine kleine USB-Verlängerung mitgeliefert. Damit ist es auch möglich, das Gerät an schwer zugänglichen USB-Ports anzuschließen.

Auf der anderen Seite des Flash Sticks befindet sich der Antenneneingang. Über weitere Anschlüsse verfügt das Gerät nicht.

Wenn man in einem gut versorgten Gebiet in den Genuss von DVB-T kommen möchte, dann kann hierzu die mitgelieferte Miniantenne verwendet werden. Diese verfügt auf der Unterseite über einen kleinen Magnetfuß, um diese besser platzieren zu können. Sollte dies nicht ausreichen, kann auch der mitgelieferte Saugfuß zur Befestigung der Antenne verwendet werden.

Fernbedienung:

Wie schon anfangs kurz erwähnt gehört zum Lieferumfang des PCTV DVB-T Flash Sticks auch eine Fernbedienung. Auf den ersten Blick sieht die Fernbedienung eher aus wie ein kleiner unschöner Bauklotz. Leider auch auf dem Zweiten.

Die Fernbedienung liegt aber trotz der ungewöhnlichen Form nicht so schlecht in der Hand und die Tasten lassen sich problemlos erreichen. Von den Abmessungen her ist die Fernsteuerung in etwas so groß wie der Flash Stick selbst.

Software:

a) Installation:

Treiberinstallation:

Die Installation und Einrichtung der Treiber funktioniert bei dem Flash Stick einmal auf ganz andere Weise als man das bisher von TV-Karten oder Sticks gewohnt ist. Denn durch den zusätzlichen Speicherbereich auf dem Gerät sind dort bereits alle benötigten Programmkomponenten und Treiber für den Betrieb hinterlegt. Diese müssen nun nur noch in das System geladen werden.
Nachdem der Flash Stick mit dem Computer verbunden wurde, werden die zwei neuen Laufwerke durch den Gerätemanager automatisch erkannt und installiert. Wenn der Stick das erste Mal mit dem Computer verbunden wird, dann erscheint hier auch noch eine Treiberanforderung für den eigentlichen TV-Empfänger. Diese kann und muss jedoch abgebrochen werden. Dieser Vorgang ist auch so in der beiliegenden Kurzanleitung erläutert.

Softwareinstallation:

Um das Gerät nutzen zu können muss man nur über das neu hinzugefügte CD-ROM Laufwerk die TVCenterPro.exe starten. Wenn Autoplay in Windows für CD-ROM Laufwerke aktiviert ist, dann startet die Software nach Anschluss des Sticks automatisch.

Wurde die Software einmal ausgeführt, kann man das TVCenter Pro auch direkt vom Desktop aus starten, da hier entsprechende Verknüpfungen angelegt werden.

Der Startvorgang klappt soweit immer ohne Probleme. Jedoch muss man nach dem Anstecken des Gerätes etwas Zeit mitbringen, denn der Startvorgang kann zwischen 1:30 Minuten und 2:00 Minuten dauern.



Speedup
Durch eine Aktualisierung der Software auf Version 4.94 kann der Startvorgang jedoch deutlich beschleunigt werden. Hier brauchten wir in unserem Test dann ca. 45 Sekunden, bis wir ein Bild in der TV-Anwendung bekommen haben.
Eine Aktualisierung lohnt sich hier also! Weitere Informationen zum Softwareupdate gibt es im weiteren Verlauf dieses Artikels.


Nach dem ersten Start der Software wird man vom Einrichtungsassistenten begrüßt. Dieser hilft dabei, den Sendersuchlauf durchzuführen und die Anwendung zu konfigurieren.
Die getätigten Einstellungen und auch die Kanalliste werden mit auf dem Speicherbereich des Flash Sticks abgelegt. Das bedeutet, dass der Stick mit der Konfiguration einfach auf einen anderen Rechner übertragen werden kann.

b) Funktionen:

Das Pinnacle TV Media Center bringt ein umfangreiches Funktionspaket mit. Neben einer modern gestalteten Oberfläche versucht die Software verschiedene Medien miteinander zu verbinden. Es werden nicht nur TV und Radio, sondern auch Webradio (Streaming) und die Medienwiedergabe in einer Software zusammengefasst.



Die Software bietet Standardfunktionen wie Timeshifting, Aufnahme und einen elektronischer Programmführer. Die Anwendung kann im Vollbild oder im Fenstermodus betrieben werden. Wird letzteres verwendet, dann blenden sich die Steuerungsmenüs automatisch nach wenigen Sekunden aus. Einem frei schwebenden TV-Fenster steht dann nichts mehr im Wege.

Die Umschaltvorgänge sind in Version 4.7 mit über 6 Sekunden sehr langsam. In der neuen Version 4.94 hat Pinnacle das Verhalten verbessert. Hier dauert ein Umschaltvorgang nun nur noch knapp 3 Sekunden.

Der Flash DVB-T Stick erzielt im Zusammenhang mit dem Pinnacle Media Center sehr gute Empfangsergebnisse. Selbst in schwächeren DVB-T Regionen konnten wir viele Programme empfangen. Da wo bei der Konkurrenz Diversity und zwei Antennen benötigt werden, reicht bei dem Flash Stick eine aus. Dieses Empfangsergebnis hat selbst uns bei den Tests (positiv) überrascht.

Die Software besitzt ein sehr umfangreiches Angebot an Einstellungsoptionen.



Im Bereich der Aufnahmefunktionalitäten legt Pinnacle im Bezug auf die Konkurrenz zu. Aufgrund der Erfahrungen im Bereich der Videoverarbeitung und dem Aufkauf durch Avid steht der Einsatz der hauseigenen Videoencoder nahe. Daher werden zwei Funktionen angeboten, die man sonst eigentlich nicht in einer TV-Anwendung findet.
  • DivX Direktaufnahme
  • DVD Direktaufnahme
Bei der DivX Aufnahme wird der MPEG2 Datenstrom des DVB-T Signals in Echtzeit encodiert. Auf diese Art und Weise können Aufnahmen direkt Platz sparend archiviert werden. Diese Funktion ist vor allem deshalb interessant, da man Aufnahmen direkt auf dem Stick ablegen kann. Mit der DivX Aufnahme kann die 1 GB Kapazität noch effektiver ausgenutzt werden.

Die DVD Aufnahme ermöglicht bei eingelegter DVD-R oder DVD-RW das direkte Schreiben auf dieses Medium. Dabei wird dieses direkt im DVD Format erstellt. Nach Abschluss der Aufnahme kann man die gebrannte DVD in einem handelsüblichen DVD-Player abspielen.
In unseren Tests funktionierte das auch, jedoch muss man nach Ende der Aufnahme etwas Zeit einplanen. Solange die Software mit dem Abschließen des Brennvorgangs beschäftigt ist, wird von ihr eine noch aktive Aufnahme gemeldet.



Für die Programmvorschau verfügt die Software über einen kleinen EPG, der die aktuellen und folgenden Sendungen in einer Liste darstellt. Dabei kann die Ansicht nach Zeit oder Sender sortiert werden. Eine Aufnahmeprogrammierung kann anhand des EPGs oder auch manuell erfolgen.





c) Alternativsoftware:

Da der Stick standardmäßig von Pinnacle mit einem BDA-Treiber ausgeliefert wird, ist der Weg für alternative Softwarelösungen offen. Eine Zusammenstellung der aktuellen Programme finden Sie in unserem Bereich: TV-Software


d) Fernbedienung:

Etwas enttäuscht hat uns die Pinnacle Fernbedienung. Nicht wegen der Größe oder der Bauklotz Struktur, sondern aufgrund der schlechten Reaktionsfähigkeit.
Der Empfangsbereich des IR-Empfängers auf dem Stick ist wirklich sehr eingeschränkt. Hier muss die Fernbedienung schon ziemlich zielgenau auf den Empfänger gerichtet sein, um Befehle absetzen zu können. Aber selbst dies garantiert nicht immer, dass die Befehle auch von der Anwendung umgesetzt werden. Ein schnelles Umschalten oder oder die Änderung der Lautstärke waren so gut wie nicht möglich.

Hier gibt es für Pinnacle klaren Handlungsbedarf!

Softwareaktualisierung:

Da für den Betrieb des Gerätes keine Software auf dem PC oder Laptop installiert werden muss, erfolgt die Aktualisierung über einen anderen Weg. Unser Testgerät wurde mit TVCenterPro Version 4.7 ausgeliefert. Da auf der Pinnacle Webseite aber bereits die Version 4.94 bereitgestellt wurde, haben wir auch unseren Flash Stick aktualisiert.

Hierzu muss einfach nur die aktuelle Softwareversion heruntergeladen werden. Das etwa 100 MB große Paket enthält dann neben einem Image für den Stick auch die benötigte Software um dieses zu überspielen.



Der Flashvorgang dauert etwa 3 Minuten. Anschließend steht die neue Softwareversion auf dem Stick zur Nutzung zur Verfügung.


Zusammenfassung:

Hardware:
Chipsatz DiBcom 0700C
Tuner DiBcom 7070PB
CI-Support nicht vorhanden
Fernsteuerung vorhanden
Videoeingänge nicht vorhanden

Allgemeine Funktionen:
Videocodec Pinnacle MPEG2 Decoder
Umschaltzeiten 5 Sekunden
Dolby-Digital 5.1 nicht möglich
Programminformationen:
Short Event als OSD vorhanden
EPG Programmvorschau vorhanden
Kanallistenverwaltung:
Kanalliste sortierbar möglich
Import von Kanallisten nicht möglich
Favoritenlisten möglich
Aufnahme:
Aufnahmeformat(e) MPG, DivX, TS, DVD
Timer-Programmierung vorhanden
Screenshot-Funktion vorhanden
Timer aus Standby/Hibernate möglich
Sendersuchlauf:
Senderscan DVB-T (Berlin) 5 Minuten
Sonderfunktionen:
Direct DivX-Recording, Direct DVD-Recording

Fazit:

Der Pinnacle PCTV DVB-T Flash Stick läutet mit dem integrierten Flash Speicher von einem Gigabyte eine neue Generation von mobilen DVB-T Sticks ein. Schön ist, dass die Aufnahmen direkt mitgenommen werden können und für die Nutzung keinerlei Treiber CD mehr notwendig ist.

Unser Fazit fällt daher sehr positiv aus. Bis auf kleinere Nachbesserungen - viele davon wurden bereits mit der neuen TVCenter Pro 4.94 realisiert - kann sich sowohl die Software als auch die Hardware sehen lassen.
Für weitere Flash Stick Generationen ist ein deutlich größerer Speicherplatz sicher sinnvoll, auch sollte die Fernsteuerung, wenn diese überhaupt notwendig ist, noch einmal überarbeitet werden.

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