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Terratec Cinergy Hybrid T USB XS

Aus Hause des Multimediaherstellers Terratec (www.terratec.de) erreichte uns eine sehr interessante externe Lösung für den Empfang von digitalem und analogem terrestrischen Fernsehen.
So verspricht es die Verpackung. Was genau von dieser Lösung zu halten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ausstattung:

Das Paket der Cinergy Hybrid T USB XS ist mit vielen Kleinteilen gefüllt. Was man jedoch vergeblich sucht ist eine Installationsanleitung oder zumindest ein Handzettel zur Installation in gedruckter Form.
Dieses ist nur auf der CD selbst verfügbar. Dies ist insofern zu kritisieren, da nicht von Anfang an ersichtlich ist wie denn die Empfangsantenne genau an das Gerät anzuschließen ist. Denn am Gehäuse der Cinergy Hybrid T USB XS befindet sich zwar eine passende Buchse im Mini-Klinken-Format, jedoch findet sich eine Buchse derselben Größe auch am beigelegten Kabelbaum. Die Klinkenbuchse an diesem ist allerdings als Audioeingang gedacht. Ein Anschluss der Antenne würde hier das Gerät beschädigen.
Hier sollte der Benutzer also nicht zu voreilig sein, denn sonst kann die Freude an diesem Gerät schon jetzt zu Ende sein.

Im Karton befinden sich neben dem ca. 8,5 cm kurzen und 3,5 cm schmalen USB Stick noch...
  • eine kleine DVB-T Antenne
  • ein Adapterkabel zum Anschluss eines Antennenkabels
  • ein Kabelbaum für die Verbindung von Videoquellen + Infrarotempfänger
  • Fernbedienung
  • USB-Verlängerung
  • Software-CD
  • Handzettel über Produktregistrierung und Support
Auf der mitgelieferten Software- und Treiber-CD ist neben den BDA-Treibern für den Stick die Multimediasoftware Cyberlink PowerCinema enthalten. Aber auch das ist nicht die einzigste Betriebssoftware die Terratec hier mitliefert.
Man findet auf der CD unter Hotstuff auch die Software Cinergy Digital 2, wie sie momentan bei der Terratec Cinergy 1400 DVB-T und Terratec Cinergy T² ausgeliefert wird.

Terratec Cinergy Hybrid T USB XS


Hardware:

Die Cinergy Hybrid T USB XS ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Hybridlösung zum Empfang von DVB-T und analogen TV-Kanälen.
Die bereits oben genannten Abmaße des Sticks können sich wirklich sehen lassen. Es gibt momentan auf dem Markt kein vergleichbares Gerät in der Größe, welches neben DVB-T auch analoge Programme empfängt und darüber hinaus auch noch Videoeingäge im S-Video und Composite Format bereitstellt.



Der Vergleich mit einer 1-Euro Münze bestätigt das der Stick ein echter Winzling ist. Aber auch die beigelegte Mini-Antenne hat durchaus seinen Reiz, zumal diese noch guten Empfang bereitstellt.
Wir haben den DVB-T Stick in der Bahn im Raum Berlin mit der Miniantenne getestet und dies hat alles fehlerfrei funktioniert. Also ein deutliches Plus an Mobilität die hier mit der Hybrid T USB XS bereitgestellt wird.

Wer sich nicht gerade im Sendezentrum einer DVB-T Region befindet, der muss natürlich eine etwas größere Antenne verwenden. Für diesen Fall ist hier dem Stick ein kleines Adapterkabel von Mini-Klinke auf Koax-Buchse beigelegt. Damit können Sie auch Ihre Hausantenne mit dem Gerät verbinden und deren Empfangsleistungen ausschöpfen.



Der mitgelieferte Kabelbaum (Bild: rechts) stellt einen S-Video Eingang, einen Composite Eingang, einen Audio-Eingang und den Infrarotempfänger bereit. Dieser wird über eine kleine Steckverbindung mit dem Stick verbunden.
Wir finden es ein wenig schade, dass der Infrarotempfänger hier über den Kabelbaum angeschlossen wird und nicht direkt in das Gehäuse integriert wurde. Denn wenn man keine Videoeingänge benötigt, dann könnte man den Adapter eigentlich auch im Karton belassen.

Wie die Pressemeldung von Terratec verkündete, so wird es die Cinergy Hybrid T USB XS in Zukunft auch als reine DVB-T Empfangslösung geben.

Software:

a) Allgemein:

Die Installation und Einrichtung des Treibers geht wie eigentlich bei allen von uns getesteten Produkten wieder spielend leicht von der Hand. Nach dem Anstecken des Gerätes wird dieses von Windows erkannt und durch Verwendung der mitgelieferten CD und der automatischen Installation ist der Treiber und somit der Stick innerhalb von ein paar Sekunden installiert.

Die Installation des Treibers ist der erste Schritt. Was nun folgt ist die eigentliche Applikation. Dies ist PowerCinema aus dem Hause Cyberlink.
Diese muss über die CD extra installiert werden. Auch das stellt kein Problem dar, da hier alle Bildschirmtexte in Deutsch gehalten sind.

Nach dem ersten Start von PowerCinema präsentiert sich dieses in einer animierten Oberfläche und will auch gleich mit der Einrichtung der Media Center Software starten.



Bei der Erstinstallation von PowerCinema werden sich nicht versierte Benutzer spätestens bei der TV-Kartenauswahl ein wenig wundern. Es werden dort in der Liste (Bild: Mitte) zwei Geräte angezeigt. Zum einen Cinergy Hybrid T USB XS (Analog)(Analog) zum anderen Cinergy Hybrid T USB XS (Digital)(DVB-T). Auch wenn es sich bei dem Stick um eine Hybride Lösung handelt, so kann PowerCinema immer nur ein Gerät ansteuern.
Dies bedeutet, dass man sich notgedrungen auf eine Funktion beschränken muss. Wird einmal das andere benötigt, dann kann das Gerät über die Einstellungen von PowerCinema aber unkompliziert gewechselt werden.



b) Funktionen:

Da es sich bei PowerCinema um eine Media-Center-Oberfläche handelt, so ist der Einsatz eigentlich immer auf den Vollbildmodus beschränkt. Man kann PowerCinema zwar auch in einem kleinen Windowsfenster betreiben, jedoch fehlt hier eine Funktion wie "Immer im Vordergrund", damit man auch während der Arbeit in einem kleinen Fenster das Fernsehen laufen lassen kann.
  • Media-Center-System
  • TimeShifting
  • EPG Übersichtsfenster (Digital EPG oder Internet Guide)
  • Teletext
  • u.v.m
Die Bedienung von PowerCinema geht leicht und einfach von der Hand, auch wenn das Verhalten von PowerCinema nicht immer schnell vonstatten geht. Auf leistungsärmeren Systemen kommt es beim Navigieren durch die einzelnen Menüs zu starken Ruckeln der Animationen.

Neben dem TV-Modus verfügt das Programm auch über eine Radio-Funktionalität. Nur ist dies mehr Schein als sein, denn der Radiomodus konnte in unseren Test gar nicht verwendet werden. Hier wurden bei Verwendung des Digitalen Moduls des Sticks noch immer analoge Radiofrequenzen angezeigt. Aber auch beim Wechsel auf das Analoge Modul ist ein Radioempfang nicht möglich.

Sehr gut umg esetzt ist die EPG-Programmübersicht. Diese zeigt in einer Zeitleiste die anstehenden Sendungen auf den verschiedenen Sendern an. Als Grundlage für diese Daten wird der über DVB-T verfügbare EPG verwendet.
Alternativ kann hier auch ein Online-EPG verwendet werden. Dies können Sie beispielsweise auch für Analog-TV verwenden, da dort kein entsprechender Programmführer bereitgestellt wird. Diese Daten werden von Gist-Online-EPG bereitgestellt und können in den Optionen aktiviert werden. Dieser Dienst ist kostenpflichtig, kann aber für einen Testzeitraum kostenfrei getestet werden.



Über den Programmführer ist es möglich Aufnahmen zu Programmieren oder Sendungsinformationen einzublenden. Zur Aufnahme markierte Sendungen werden entsprechend markiert.

Wenn es um das Thema Aufnahmen geht, so kann dort PowerCinema nicht wirklich punkten, denn als Aufnahmeformat wird hier auch kein Dolby-Digital unterstützt. Generell ist es nicht möglich mit dem Programm in den Genuss von Raumklang zu kommen.

Was bei der Nutzung von PowerCinema auffällt, dass die Software eigentlich aus der analogen TV-Welt kommt und nur für die digitalen Karten erweitert wurde. Wenn Sie regulär das DVB-T Modul verwenden und möchten nun einen der vorhandenen Videoeingänge verwenden, so müssen Sie in den Einstellungen auf das analoge Modul wechseln und dort die entsprechende Quelle - Antenne, Composite, S-Video - auswählen. Diese Funktionalität hätte auch einfacher realisiert werden können!

Was trotz der Geräteumschaltung positiv ist, ist der automatisierte Wechsel. Wenn Sie eine Aufnahme auf einem DVB-T Kanal programmiert haben und anschließend im analogen Modus arbeiten, dann wird zum Aufnahmestart zum entsprechenden Gerät zurückgewechselt. Es hat somit keinerlei Einfluss auf die Aufnahmeprogrammierung. Diese wird immer durchgeführt, selbst wenn sich der PC im Standby-Modus befindet.

c) Alternativsoftware:

Es sind bereits alternative Softwarelösungen für die Cinergy Hybrid T USB XS verfügbar. Denn schon von Haus aus wird auf der CD die Cinergy Digital 2 Software mitgeliefert. Diese können Sie problemlos mit dem Stick verwenden. Eine Beschreibung dieser Software finden Sie unter anderem in den Testberichten zur Cinergy 1400 DVB-T oder Cinergy T², da diese dort als Standardsoftware mitgeliefert wird.

Weitere alternative Programme sind natürlich auch verfügbar. Eine Zusammenstellung der aktuellen Programme finden Sie in unserem Bereich: TV-Software

Der Grund warum Terratec hier Cyberlink PowerCinema beilegt und nicht gleich die Cinergy Digital 2 Software liegt klar auf der Hand. Durch die Hybrid-Funktionalität des Sticks wird eine entsprechende Software benötigt, welche diese auch unterstützt. Dies ist mit der Cinergy Digital 2 aber nicht der Fall.

d) Fernbedienung:

Die beigelegte Fernbedienung liegt gut in der Hand und die Tasten sind intuitiv zu erreichen. Die Orange hervorgehobenen Tasten stellen die Hauptfunktionen dar. Über die Farbe lässt sich streiten, jedoch führt das Orange dazu, dass Sie die Tasten auch in dunkleren Räumen schnell finden.

Die Fernbedienung der hier vorgestellten Cinergy Hybrid T USB XS ist deutlich besser gestaltet als die der anderen Terratec Produkte, beispielsweise Cinergy 1400 DVB-T.

Um die Fernbedienung mit PowerCinema nutzen zu können muss eine Zusatzsoftware installiert werden. Diese wird bei Terratec als Remote Control Editor bezeichnet und wird bei der Installation von PowerCinema nicht automatisch mit installiert. Wenn diese Software installiert wird, dann läuft ein kleines Programm im Hintergrund und verarbeitet die ankommenden Infrarotsignale.



Diese Software zur Verarbeitung und Steuerung der Befehle ist sehr flexibel gestaltet. Wenn Sie beispielsweise statt der Cyberlink PowerCinema Software die Terratec Cinergy Digital 2 installieren, dann kann auch diese Software damit gesteuert werden.
Um dies zu realisieren wurden im Remote Control Editor vordefinierte Profile zu verschiedenen Programmen integriert.

e) Datenanwendung:

Die Nutzung von Datendiensten ist mit der Cinergy Hybrid T USB XS nicht möglich. Es wird hier weder ein entsprechender Treiber zum Transport von Daten, noch eine entsprechende Datenaplikation angeboten.

Zusammenfassung:

Hardware:
Chipsatz ---
Tuner ---
CI-Support nicht vorhanden
Fernsteuerung vorhanden
Videoeingänge S-Video, Composite

Allgemeine Funktionen:
Videocodec Cyberlink PowerDVD 5
Umschaltzeiten 2-3 Sekunden
HDTV wird über DVB-T nicht angeboten
Dolby-Digital 5.1 möglich (Alternativsoftware)
Programminformationen:
Short Event als OSD nicht vorhanden
EPG Programmvorschau vorhanden (EPG und Gist)
Kanallistenverwaltung:
Kanalliste sortierbar möglich
Import von Kanallisten nicht möglich
Favoritenlisten nicht möglich
Aufnahme:
Aufnahmeformat(e) MPG
Timer-Programmierung vorhanden
Screenshot-Funktion vorhanden
Timer aus Standby/Hybernate möglich
Sendersuchlauf:
Senderscan (Berlin) 3 Minuten


Systemanforderungen:

  • Intel Pentium 4 / AMD Athlon XP / Centrino zertifiziertes Notebook / CPU 2 GHz oder höher
  • 512 MB RAM
  • 1 freie USB 2.0 Schnittstelle

Fazit:

Die Cinergy Hybrid T USB XS ist eine wirklich rundum gelungene Lösung. Hardwaretechnisch und in Form der Miniaturisierung kann die Konkurrenz bis zum heutigen Zeitpunkt (Oktober 2005) keine Alternativen bieten.
Im Bereich der Ausstattung und der Hardware kann das Produkt klar punkten. Abzüge gibt es dagegen bei der Originalsoftware in Form von Cyberlink Power Cinema.

Wer eine externe TV-Lösung mit Videoeingängen sucht, der ist mit der Cinergy Hybrid T USB XS sehr gut beraten. Da die Digitalisierungen von Videomaterial meistens sowieso unter Verwendung anderer Programme - beispielsweise Magix Video Deluxe - durchgeführt werden, kann auch problemlos die Cinergy Digital 2 Software eingesetzt werden.

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