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Terratec Cinergy S7

Die Cinergy S7 USB CI gehört zu der Premium-Produktreihe des Multimediaherstellers Terratec (www.terratec.de). Gleichzeitig mit den Premiumprodukten führte TerraTec die ersten DVB-USB-Empänger mit integrierten Common Interface ein und schließt somit eine kleine Produktlücke (zum Beispiels zu TechnoTrend's USB-DVB-CI Boxen).
Die Verpackung der Cingery S7 besteht aus einer silbernen Metallbox, welche mit einer "milchglas" Plastikhülle geschützt ist und somit einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Die Produkthighlights sind auf schwarzen Hintergrund übersichtlich angebracht und keinenfalls übertrieben dargestellt.

Was nun genau von dieser externen Empfangslösung zu halten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ausstattung:

Nach dem Öffnen der silbernen Metallbox kann der Anwender alle notwendigen Bestandteile des Cinergy S7 Pakets in Betracht nehmen. Im oberen Teil (siehe Bild) befindet sich die Cingery S7. Die Abmaße der USB-Box betragen: 14,2 cm in der Länge, 10,5 cm in der Breite und 2,7 cm in der Höhe. Das Design der DVB-S2 USB Box ist ansprechend und einfach gehalten, wobei uns persönlich die Farbwahl der Cingery S USB besser gefällt als das Schwarze der Cinergy S7. Unterhalb der Cingery S7 befindet sich das 12V Netzteil, welches in einem Karton verpackt ist. Neben diesen Beiden wurde die Fernbedienung untergebracht. Trotz der edlen Metallbox entsteht nach dem ersten Blick der leichte Eindruck eines "lieblosen" zusammengestellten Pakets.


In der Verpackung befinden sich neben der Cingery S7 USB Box noch...
  • USB - Kabel
  • Netzteil (12V/2A)
  • Fernbedienung plus Batterien
  • Software-/Treiber CD
  • Kurinstallation(Handzettel) in 6 Sprachen
  • Bedienungsanleitung in 4 Sprachen und Produktregistrierung/Support
Die Software- und Treiber-CD enthält die Treibern für die Premium Produktreihe (S7, H5, ...) sowie die selbst entwickelte Software Betriebssoftware TerraTec Home Cinema. Wie bei fast jeder neu erworbenen Hardware ist es sehr empfehlenswert, die Homepage des Herstellers zu besuchen und die neusten Treiber und Applikationen zu beziehen. Im Fall der Cinergy S7 konnten wir den ausgelieferten Treiber auf die Version 1.0.5.101 und die Betriebssoftware THC von der Version 6.0.16 auf 6.05.00 updaten.

Auf der Software-/Treiber-CD befinden sich weiterhin:
  • ausführliches Handbuch (PDF) in 6 Sprachen
  • Magix Movies on DVD TV Edition


Hardware:

Bei der Cinergy S7 handelt es sich um eine externe Lösung zum Empfang von DVB-S und DVB-S2. Um auch den Empfang von Pay-TV zu ermöglichen, besitzt die Cinergy S7 ein integriertes Common Interface. Dementsprechend besitzt die USB-Box Anschlüsse für das USB-Kabel, die Stromversorgung, den Antenneneingang und des CA-Moduls. Die erstgenannten Anschlüsse befinden sich an der Rückseite der Cingery S7, während der CI Schacht, ähnlich der TechnoTrend CT 3650 CI bzw. TechnoTrend S2 3560 CI, an der Front angebracht wurde.



Wurde das Platikgehäuse der Cinergy S7 von den Schrauben befreit und geöffnet, kann man einen Blick auf die Rückseite der Platine nehmen. Die Platine wird duch Widerhaken in dem Gehäuse gehalten und kann leicht entfernt werden.
Der Blick auf die Vorderseite der Platine ist durch ein großes Blech verdeckt, welches zur Wärmeableitung des Demodulators dient. Das Blech ist mittels Wärmeleitpaste mit dem Demodulator verbunden, kann jedoch ohne Probleme abgenommen werden. Natürlich sollte der Kontakt mittels Wärmeleitpaste bei dem Zusammenbauen wieder hergestellt werden. Nach dem Entfernen des Blechs ist das Frontend erkennbar. Es handelt sich dabei, um das häufig eingesetzte ST DVB-S2 Frontend. Wie schon erwähnt ist der Demodulator der Chip mit der weißen Wärmeleitpaste (siehe Bild 3). Über dem Demodulator befindet sich der ST Tuner, welcher mit dem F-Stecker des RF-Eingangs verbunden ist. Ebenfalls auf der Vorderseite der Platine befinden sich die Verbindungen für USB und das externe Netzteil. Das interne "Netzteil" bzw. die Spannungsversorgung der USB-Box wurde rings um den Common Interface Schacht angebracht.
Auf der Rückseite der Platine fallen zwei große Chips auf. Der im Zentrum liegende IC ist ein Altera CPLD, der für die Kommunikation / Steuerung des eingestecken CAM (Common Access Modul) verantwortlich ist und somit Pay-TV ermöglicht. Der zweite Chip ist der Cypress USB 2.0 Controller, der auch schon auf anderen TerraTec Produkten eingesetzt wurde.
Schaut man sich die vordere Seite der Platine noch mal an, so kann man erkennen, dass überhalb des CI - Schachts der IR Empfänger untergebracht ist. Unterhalb sind zwei Platzhalter, welche wahrscheinlich für das Bestücken von LEDs gedacht sind. Leider hat TerraTec für dieses Produkt jedoch keine LED bestückt, so dass man während des Betriebs weder den Betriebsstatus der USB-Box, noch das Empfangen von IR - Befehlen wahrnehmen kann.



Software:

a) Allgemein:

Die Installation und Einrichtung des Treibers - egal ob von der CD oder der Homepage - gehen unter WinXP und Vista spielend leicht von der Hand. Nach dem Anstecken des Gerätes wird dieses von Windows erkannt und die Treiberinstallation kann mit Hilfe der Treiber-CD automatischen erfolgen. Nach der Installation des Treibers für den DVB-Empfänger, starte die Installation des IR-Emfängers, wodurch die Cinergy S7 innerhalb von ein paar Sekunden installiert.





Die Installation des Treibers war der erste Schritt. Was nun folgt, ist die Installation der eigentlichen Applikation TerraTec Home Cinema und zusätzlicher Software. Nach dem Starten des Installationsprogramms kann der Anwender die zu installierende Software auswählen. Wurde hier Home Cinema gewählt, wird man aufgefordert das jeweilige Device (hier Cinergy S7) zu wählen und die Installation wird fortgesetzt.



Wurde Home Cinema installiert und gestartet, kann der Anwender die Konfiguration beginnen oder den Sendersuchlauf starten. Während des Suchlaufs wird der Fortschritt bzw. Status nur über den Statusbalken, der die Anzahl der Transponder anzeigt, mitgeteilt. Hier wäre es schön dem Anwender mehr Informationen wie z.B. Signalstärke und SignalLock zur Verfügung zu stellen.



Die Dauer des Suchlaufs hängt stark von den gewählten Optionen (Satellit) ab und dauerte in unserem Fall (Astra 19.2) ca. 14 Minuten. Die Zeit für den Suchlauf ist relativ hoch, jedoch verständlich da - laut Aussagen von TerraTec - die Software die SI-Daten "komplett" auswertet, um z.B. auch die Sprache des Senders anzeigen zu können. Weiterhin haben wir beobachten können, dass die S7 ein schlechtes Signal ( < 50 % ) weniger stabil verarbeiten kann als z.B. eine Knc-One Karte. Ob dies an dem verwendet Treiber oder der Hardware liegt, bleibt leider offen. Fest steht jedoch, dass TerraTec auf dem uns zur Verfügung gestellten Modell nicht das neuste ST Frontend eingesetzt hat. Während des Suchlaufs wurden alle wichtigen Transponder/Sender gefunden, aber nicht alle Kanäle die auf Astra ausgestrahlt werden.

Ist auch dieser Schritt beendet, so kann der Anwender die digitale Medien (TV, Radio) nutzen oder weitere Anwendereinstellungen wie zum Beispiel ...
  • Favoritenverwaltung der Senderliste
  • Einstellungen für Audio/Video Ausgabe
  • Festlegen des Aufnahmeverzeichnises und -formats
  • Einstellungen für die Benuteroberfläche
  • Erweiterte Einstellungen (OSD, Audio/Video, Suchlauf)
... vornehmen.



b) Funktionen:

Bei der Betriebssoftware Home Cinema handelt es sich um eine Mischung aus HTPC und Desktop Applikation. Der Anwender kann demnach Home Cinema als normale Desktop Anwendung nutzen und z.B. während anderen Beschäftigungen (Programmieren, Officearbeiten) am PC mittels TV-Fenster (immer im Vordergrund ohne Rahmen) fern zu sehen. Andererseits ist es möglich Home Cinema im Vollbildmodus über einen TV oder Beamer mit einer Art Media-Center-Oberfläche zu nutzen. Trotz einigen Aktualisierungen und Erweiterungen (z.B. Online Medien) fehlen Home Cinema zu einer HTPC Anwendung wie zum Beispiel dem DVBViewer, Mediaportal oder TVCentral einige Features und Menüpunkte. Wer zum Beispiel über Home Cinema ins Internet möchte, um RSS und Mails abzurufen oder gar zu serfen, der sucht vergeblich nach diesen Features. Weiterhin ist die Wiedergabe von anderen Medien (MPGs) zwar möglich, aber längst nicht so konfortabel und anwenderspezifisch konfigurierbar wie in den genannten Programmen. Dennoch bringt TerraTec's Home Cinema eine ganz Reihe von Features mit sich...
  • HTPC / Desktop Software
  • TimeShifting
  • EPG Übersichtsfenster mit verschieden Ansichten
  • Teletext (OSD und extra Fenster)
  • Untertitel
  • Multi-Tuner-Unterstützung
  • Online Medien
  • u.v.m



Da TerraTec die Betriebssoftware nicht nur für ein Produkt ausliefert, haben wir uns entschieden auf www.DVBmagic.de eine extra Seite für Home Cinema einzurichten und auf dieser einen auführlichen Einblick zu geben. Dies hat den Vorteil, dass wir bei neuen Versionen von Home Cinema mit weiteren Features nur eine Seite aktualisieren müssen (wir bitten um Verständnis).

Während des Testbetriebes der Cingery S7 mussten wir mit der aktuellen Software lediglich einen richtigen Absturz hinnehmen. Ansonsten arbeitet die Software gut, stabil und ohne größere Probleme. Auch bei der Verwendung eines AlphaCrypt Modul's und einer Premiere Karte haben wir keine Probleme feststellen können. Leider gelang es uns mit einem Cryptoworks CAM und einer abgelaufenen ABO-Karte die Software direkt zum Absturz zu bringen, was der eine schon erwähnte Absturz war.



c) Alternativsoftware:

Da die Cinergy S7 mit einem BDA-Treiber ausgeliefert wird, kann der DVB-Empfänger mit alternativen Softwarelösungen betrieben werden. Bei unseren Tests wurde die S7 zum Beispiel von DVBViewerPro und MediaPortal erkannt und war einsatzfähig. Leider konnten wir während der Test keine Zusammenarbeit der S7 mit z.B. ProgDVB und AltDVB erreichen. Dies dürfte jedoch eher an jeweiligen Software liegen, da auch andere USB-DVB-Empfänger in unseren Tests nicht immer mit diesen Programmen funktionierten.



Sollten Sie eine Software mit der Cinergy S7 nutzen, die noch nicht in der Liste enthalten ist, so können Sie uns dies im Forum oder via Mail mitteilen.

d) Fernbedienung:

Die beigelegte schwarze Fernbedienung ist einfach und schlicht gestaltet. Sie ist anscheinend aus der gleichen Modellreihe wie die Fernbedienung der Cinergy T2. Es wurden lediglich die Tasten Record/Play vertauscht und einige Symbole aktualisiert. Die Fernbedienung liegt zwar gut in der Hand und besitzt alle wichtigen Tasten, jedoch ist sie nicht unserer Favorit unter den Fernbedienungen die TerraTec bisher ausgeliefert hat.

Die Bedienung von TerraTec's Home Cinema mittels Fernbedienung ist gut und ähnelt stark der Bedienung eines DVB Receivers. Alle wichtigen Funktionen zum TV schauen, Recording und Zusatzfunktionen wie TeleText, EPG-Übersicht sind entweder über die Funktionstasten schnell und direkt oder über das OSD-Menü erreichbar.

Ein weiteres sehr nützliches Tools ist der TerraTec Remote Control Editor. Mit dieser kleinen Applikation ist es dem Andwender möglich weitere Programme über die Fernbedienung der Cingery s USB anzusteuern. Ist diese Software installiert, so läuft Sie im Hintergrund und wertet, ähnlich wie bei dem TechnoTrend USB IR Receiver, die IR-Befehle aus und weist diese dem laufendem Programm zu.
Im Gegensatz zu der TechnoTrend Variante ist die Konfiguration des Remote Control Editor und der damit genutzen Programme, wie zum Beispiel WinAmp, sehr benutzerfreundlich. Es muss lediglich das zu steuernde Programm in der Liste der vordefinierte Profile ausgewählt und der Pfad zu dem Programm angeben werden. Anschliessend kann das Programm über ein Menü im Kontextmenü des Taskleistensymbols (siehe Bild) oder über die FB-Taste "Home" (OSD-Menü) gestartet werden. Die Liste der vordefinierten Profile enthält 18 Programme, unter anderem Winamp, Cyberlink PowerDVD, DivXPlayer, Scenco TVCentral und MCE 2005. Natürlich kann die Profilliste von dem Anwender editiert und erweitert werden, wodurch es dem Anwender möglich ist die persönlichen Programmfavoriten mit der Fernbedienung zu steuern. Beim "manuellen" Hinzufügen eines zusteuernden Programms unterscheidet sich der TerraTec Remote Control Editor nicht wesentlich von der TechnoTrend Lösung.

e) Datenanwendung:

Die Nutzung von Datendiensten ist mit der Cinergy S7 bisher nicht möglich, da eine entsprechende Datenaplikation nicht angeboten wird. (Stand: 06.2009)

Zusammenfassung:

Hardware:
Chipsatz/Bridge Cypress CY7C68013A
Tuner / Demod ST STB6100 / ST STB0899
CI-Support vorhanden (Altera Max CPLD)
Fernsteuerung vorhanden
Videoeingänge nicht vorhanden

Allgemeine Funktionen:
Videocodec Cyberlink (TerraTec Edition)
Umschaltzeiten 2-4 Sekunden
HDTV unterstützt H.264 / MPEG2
Dolby-Digital 5.1 möglich
Programminformationen:
Short Event als OSD vorhanden
EPG Programmvorschau vorhanden
Kanallistenverwaltung:
Kanalliste sortierbar möglich
Import von Kanallisten möglich
Favoritenlisten möglich (rot, grün, blau, gelb)
Aufnahme:
Aufnahmeformat(e) MPG, TS, MP2, AC3
Timer-Programmierung vorhanden
Screenshot-Funktion vorhanden
Timer aus Standby/Hybernate möglich
Sendersuchlauf:
Astra 19.2 ca. 14 Minuten


Systemanforderungen:

  • CPU 2 GHz (SD) oder höher (HDTV)
  • 512 MB RAM / 2048 MB RAM
  • 1 freie USB 2.0 Schnittstelle
  • Grafikkarte mit Hardwarebeschleunigung für HDTV
  • Satanlage
  • Microsoft Windows XP SP2 / Vista SP1

Fazit:

NOTE 2.2 Die Cinergy S7 ist für einen Preis von ca. 165 Euro eine gute Lösung zum Empfang von DVB-S und DVB-S2. Das schwarz gefärbe Plastikgehäuse sieht hochwertig aus, sammelt aber nicht so viele Punkte wie das Gehäuse der TerraTec S USB oder das des Konkurenzproduktes von TechnoTrend. Nicht nur die Abmasse der Cinergy S7 sind ähnlich der TechnoTrend S2 3650 CI, sondern auch einige verwendete Chips.
Im Bereich der Ausstattung, Features und der Bedienung kann die Cingery S7 (wie auch andere TerraTec Produkte) mit der Betriebssoftware TerraTec Home Cinema klar punkten. Im Gegensatz zu anderen DVB-Produkten muss der Anwender hier nicht auf eine alternative Software zurückgreifen, um die digitalen Angebote ansprechender Weise zu genießen.

Wer eine externe TV-Lösung mit integriertem Common Interface zum Empfang von DVB-S und DVB-S2 sucht, kann diesen Wunsch mit der TerraTec S7 ohne Bedenken erfüllen. Abschliessend bleibt nur zu sagen, dass TerraTec ein gutes Produkt entwickelte, auf den Markt gebracht hat und somit dem Anwender eine Alternative anbieten kann.

Homepage:

Stand: juni 2009
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